Babys erster Zahn: das solltest du wissen!
Was beim Zahnen zählt – so kannst Du Babys unterstützen
Zahnen gehört zum Wachstum dazu. Es hat seinen Grund, wenn Kinder dabei Schmerzen empfinden: Die Milchzähne sind bereits im Kiefer der Babys vorhanden. Sie finden sich unterm Zahnfleisch und müssen dieses durchbrechen. Erst dann kann das Kind sein Gebiss nutzen. Aber wie läuft das Zahnen genau ab und wie kann man dem Kind dabei das Leben leichter machen?
In diesem Alter bekommen Babys erste Zähne
Ab etwa einem halben Jahr beginnen die ersten Zähne durchzubrechen. Im Zeitraum von 6 bis 8 Monaten lässt sich dann der erste Zahn mit dem Auge erkennen. Oft wird es sich dabei um die Schneidezähne handeln, die sich im Unterkiefer finden. In der Regel folgen die nächsten Zähne dann recht schnell. Stück für Stück brechen dann alle Zähne durch das Zahnfleisch. Im Fall der Milchzähne handelt es sich dabei um insgesamt 20 Zähne. Die komplette Ausbildung der Milchzähne kann bis zu 30 Monaten dauern. Sie nimmt damit eine ganze Menge Zeit in Anspruch. Das dabei gebildete Gebiss werden die Kinder bis zum sechsten oder siebten Lebensjahr nutzen. Erst wenn die Milchzähne ausfallen, wächst das richtige Gebiss nach.

So kündigt sich das Zahnen an
Erste Veränderungen durch das Zahnen zeigen sich durch das Gemüt des Kindes. Das Zahnen ist eine starke körperliche Veränderung. Sie geht nicht ohne Schmerzen vor. Deshalb werden Kinder in dieser Phase weinen oder unerwartet laut Aufschreien. Zudem kaut das Kind an allen Dingen, die es zu fassen bekommt und es bildet sich viel Speichel im Mund des Kindes. Wenn das Zahnfleisch etwas geschwollen wirkt und leicht rötlich aussieht, ist dies ebenfalls ein klares Anzeichen. Es bedeutet, dass unter der geschwollenen Stelle der erste Zahn vor dem Durchbruch steht. Manchmal lässt sich sogar das sanfte Weiß des kleinen Milchzahns an der jeweiligen Stelle schon erahnen.
Diese Mittel helfen gegen Schmerzen
Die Bildung der ersten Zähne ist ein wichtiger Wachstumsprozess. Er kann mit verschiedenen Mitteln unterstützt werden. Diese zielen auf zwei Dinge ab. Zum einen können die Schmerzen des Kindes ein wenig abgemildert werden. Zum anderen kann das Wachstum der neuen Zähne und das Beißen unterstützt werden. Veilchenwurzeln und ein Beißring leisten dabei gute Dienste.
- Veilchenwurzeln werden seit dem Mittelalter verwendet, um Kindern beim Zahnen zu helfen. Wie man weiß, lindert das Mittel die Schmerzen, die das Baby beim Zahnen hat. Das Kind kann dafür auf der Wurzel herumkauen. Dabei wird zugleich das gereizte Zahnfleisch sanft massiert.
- Weit bekannter als die Veilchenwurzel ist der Beißring. Er kann wahlweise im Kühlschrank abgekühlt werden. Durch seine Temperatur mildert er ebenfalls die Schmerzen. Und auch der Beißring massiert sanft das Zahnfleisch des kleinen Babys.
Neben diesen beiden kleinen Helfern gibt es auch eine Vielzahl von Salben und Produkten, die gezielt für das Zahnen entwickelt wurden. Falls das Kind besonders schlimme Schmerzen beim Zahnen hat, empfiehlt es sich, nicht nur mit Beißring oder Veilchenwurzel zu helfen. Genutzt werden kann beispielsweise:
- Kamistad Baby Gel: wirkt gegen starke Schmerzen durch eine minimale Betäubung
- Dentinox: pflegt entzündete Stellen des Zahnfleisches
- Osanit: homöopathisches Mittel gegen die Weinerlichkeit beim Zahnen
Gerade Milchzähne sollten gut gepflegt werden

Gute Zahnpflege fängt nicht erst beim richtigen Gebiss an. Gerade die Milchzähne sollten gut gepflegt werden. Das hat nicht nur den Vorteil, dass sich die Kinder damit eine gute Zahnpflege zur alltäglichen Routine machen. Die Milchzähne sind sehr viel anfälliger für Karies. Sie sollten deshalb zweimal am Tag richtig geputzt werden. Es gibt spezielle Kinderzahnbürsten, die genau dafür entwickelt wurden, aber auch andere Produkte. Auf allen Produkten finden sich Altersangaben. Sie geben Aufschluss darüber, wann das Produkt genutzt werden sollte.
Womit Kinderzähne geputzt werden
Zahnpaste enthält meist eine Reihe von Stoffen, die sich nicht zur Pflege der kleinen Babys eigne. Sie sollte daher erst ab einem Alter von zehn Monaten verwendet werden. Bis zu diesem Alter reicht es, den Mund sanft mit Wasser zu putzen. Wird der zehnte Monat überschritten, kann zur Zahnpasta gegriffen werden. Aber auch in diesem Fall wird nicht irgendeine Zahnpasta genutzt. Es gibt Zahnpasta im Handel, die extra für die ersten Zähne entwickelt wurde.
So gewöhnt man Kleinkinder an die tägliche Zahnpflege
Es ist wichtig, dass Kinder früh an an die Zahnpflege gewöhnt werden. Schon bevor sie selbst mit einer kleinen Zahnbürste ihre Milchzähne pflegen können, lässt sich das positiv unterstützen. Es ist hilfreich, dem kleinen Kind sanft mit dem Finger den Kiefer zu massieren. Es wird sich dann angewöhnen, dass dies zum Alltag gehört. Wenn die Zähne da sind, kann es spezielle Kinderzahnbürsten benutzen. Das erste Zähneputzen kann auch durch kleine Spiele oder lustige Geschichten begleitet werden. Kinder haben dann einen besonderen Spaß an der Zahnpflege. Außerdem macht es ihnen Spaß, sich genau wie die Erwachsenen ihre Zähne zu putzen. Auch der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt gehört zur Erziehung dazu. Er wird dafür sorgen, dass Kinder auch später regelmäßig zum Zahnarzt gehen und keine Angst vor dem Zahnarzt haben. Viele Zahnärzte bieten sogar eine spezielle Kindersprechstunde an. In diesen Sprechstunden werden Kinder unterhaltsam und kindsgerecht aber professionell darüber informiert, wie sie ihre Zähne pflegen können.
Fazit
Wenn die ersten Zähne kommen, kann dies schmerzhaft sein. Mit einem Beißring oder Veilchenwurzeln lässt sich der Schmerz lindern und das Kauen mit den ersten Zähnen sanft unterstützen. Falls die Schmerzen stärker werden, können spezielle Mittel helfen. Begleitet werden sollte das Zahnen zudem mit erzieherischen Maßnahmen für eine alltägliche Zahnpflege. Auf humorvolle Weise werden die Kinder dann lernen, dass Zähneputzen ganz normal zum Alltag gehört.
Veilchenwurzel kaufen für Babys
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